Das Stölzle Glas-Center
Architekt Prof. DI. Klaus Kada schuf 1988 – im Zuge der steirischen Landesausstellung „Glas & Kohle" – ein markantes Zuhause für das Glasmuseum mit zusätzlichem Ausstellungsbereich und Shop. Ebenfalls in diesem Gebäude-Komplex befindet sich die Mundblashütte der OBERGLAS Bärnbach GmbH, die im Zuge von Führungen einen Einblick in die Handwerkskunst der Glasmacher ermöglicht.
Kada benutzte das alte Generatorenhaus der Bärnbacher Glashütte als Kernbau des neuen Museums, ummantelte ihn auf drei Seiten mit neuen Elementen und demonstrierte so das spezifische Potential moderner Glas-Bautechnik. Im Gegensatz zu den gitterartigen Stahlbetonrahmen des Generatorenhauses bestehen die Zubauten aus großformatigen horizontalen und vertikalen Scheiben, die sowohl vom Bestand als auch voneinander durch verglaste Flächen auf Distanz gerückt sind. So kreist um das robuste innere Skelett ein lockeres, schwebendes Gefüge aus transparenten, opaken und nichttransparenten Platten, die durch filigrane Stahlkonstruktionen verspannt und mit dem Kernbau verknüpft sind. Der spektakulärste Teil der Eingangshalle ist die rund zehn Meter hohe, sprossenlose Glaswand hin zur Straßenfront, die an der Nordseite von einem Blechzylinder durchdrungen wird.
Das Ausstellungszentrum
Im Glas-Museum kann man die steirische Glaserzeugung zurückverfolgen bis in die Zeit der Waldglashütten, die es in der Steiermark seit dem Mittelalter gab. Das Museum vermittelt einen Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt der Glasmacher und Bergleute, in deren Brauchtum und in die Vielfalt der Produktion.
Raritäten rund um das Thema Glas und die Glasherstellung kommen zur Darstellung, darunter die naturgetreue Nachbildung eines Waldglasofens sowie Werkzeuge aus den Anfängen der weststeirischen Glasherstellung. Wertvolle Exponate aus der Antike und aus dem 18. und 19. Jahrhundert dokumentieren die Kunst des Glasmachens im Wandel der Zeit. Aber auch Glas des täglichen Bedarfs wie Flaschen, Gläser, Flakons oder Humorvolles sowie Rekorde werden im Museum gezeigt. In der Mundblashütte können Besucher bei einer Führung sehen, wie überlieferte Tradition und modernste Technologie beim Glasmachen verschmelzen.
Das Ausstellungszentrum zeigt auf über 2.000 m2 jedes Jahr eine Sonderausstellung. Das Thema - 2010: GLAS im Alltag.








